Placerville

Tag 16 - Sonntag, 18. September 2016

Schon um kurz nach 10 Uhr Morgens gings los mit einem Durchgang unserer Freunde. Das Finale der 2er-Teams. Yukon und Dominik hatten zwar etwas länger in der Zeit, dafür wurden alle Goldflitter gefunden. (Pro verlorenen Goldflitter gab es auch hier 3 Minuten Strafzeit) Wenig später war Dominik in der Kategorie Classic Pfannen drann. Unterdessen wurden die Ranglisten der 2er-Teams bekannt gegeben. Sie belegten den 7. Platz! Nicht schlecht.
Im Gelände gab es auch noch eine kleine Mineralienbörse die wir natürlich auch besuchten. Die Börse hatte ähnliche Artikel wie die Börse in München, an die wir ende Oktober gehen werden. Daher schaute ich mir das Angebot zwar an, doch kaufen kam für mich weniger in Frage. Bei diesen Artikeln kommt sehr schnell viel gewicht zusammen und das können wir uns mit dem zurückfliegen nicht leisten. Also nur schauen. Als ich aber sah wie viele Opale und natürlich Gold angeboten wurde konnte ich nicht wiederstehen. Ein Ring mit Opal und ein schönes Stück roher Opal mussten es dann doch sein.
Gold war hier, natürlich, auch vieles im Angebot und daher auch sehr gute Preise. Als dann auch noch André einen alten Bekannten (Rich von der Gold Bug Mine) von vor 5 Jahren traf der ebenfalls Gold verkaufte, schaute ich mir sein Angebot genauer an. Normalerweise ist der Preis pro Gramm ca. $50.-, an der Börse sah ich Angebote für $44.- und ich konnte bei Rich einen guten Preis erziehlen. Für meine Sammlung zu Hause gab es so 1 Gramm Goldflitter aus Placerville und 1 Gramm Goldflitter aus dem American River zu einem Totalpreis von $80.-.

Zurück beim Austragungsort kam dann plötzlich Brigitte aus dem Schweizer Team auf mich zu und sagte mir, dass mich eine Freundin suche. Linda hätte mich an der Parade gesehen und fragte wo ich sei. Lange Zeit überlegte ich, doch ich kenne keine Linda die hier lebt!
Irgendwann trafen wir dann Linda und ich erinnerte mich dass ich sie tatsächlich an der Parade kennengelernt hatte. Sie erzählte mir, dass sie Verwandte in der Schweiz (Baar) hätte und sie sich freue uns zu sehen. In meinem super-Englich erzählte ich ihr von meiner Homepage und gab ihr eine Visitenkarte. So wusste sie noch meinen Namen und sah wohl, wo wir wohnen. Anscheinend hat ihr Urgrosvater in Gurtnellen gewohnt und darum wollte sie unbedingt noch mal mit mir reden. Was es für Zufälle gibt!

Yukon kam dann an die Reihe mit der Speed-Pfanne und als letzte Kategorie waren noch die National-Teams (5er Team) an die Reihe. Obwohl gerade im Team-waschen der Druck noch grösser ist und die Zeit wie im Flug verging hatten unser Schweizer-Team alle Goldflitter gefunden.
Ich hatte sowieso das Gefühl wenn man sich so umhörte dass teilweise zwar unglaubliche Zeiten hingelegt wurden, jedoch oft das eine oder andere Flitterchen verloren wurde. So ging die Rechnung nicht ganz auf, denn was nützt es, wenn man zwar eine Zeit von ca. 2 Minuten hingelegt wurde, aber die Strafzeit für ein verlorenes Flitterchen 3 Minuten Strafzeit ergibt!

Schliesslich waren die Ranglisten bekannt uns wir staunten nicht schlecht, dass im National-Team auf dem ersten Platz Italien war, auf dem dritten Kanada und die Silbermedallie holten doch tatsächlich die Schweiz!!!!
Yukon, der noch kaum Wettkampferfahrung hatte freute sich natürlich wie ein kleiner Junge. Besonders, weil beim Wettkampf ein kleines blödes Flitterchen einfach nicht aus der Pfanne wollte und er eine gefühlte Ewigkeit brauchte. Umso grösser war die Freude über den tollen 2. Platz von über 300 Teilnehmer aus 15 Länder!

Als es dann endlich etwas kühler wurde (es herrschten gute 34 Grad!) war dann die Medallienverteilung. Die Zusauer versammelten sich alle auf einer grossen Tribüne und warteten gespannt auf die Gewinner. Die wurden in Gruppen mit grossem tamtam in Kutschen gebracht und versammelten sich unten auf dem Platz.
Natürich wurde auch die Amerikanische Nationalhymmne live gesungen. Es ist schon ein ganz spezielles Erlebnis und man fühlt den Stolz der Amerikaner auf ihr Land. Selbst die Südafrikaner, die sonst immer für Stimmung sorgten waren für einmal respektvoll ruhig.
Als letzes war dann die Kategorie der National-Teams dran. Was für ein Auftritt unserer 5 Eidgenossen. Mit zwei schweizer Fahnen gingen sie auf das Siegerpodest zu, gefolgt von unseren begeisterten Rufen auf der Tribüne. Hop Schwiiz!

Mit einigen Reden, der übergabe der Weltmeisterschaft an die Schotten die 2017 dran sind und einem wunderschönen Feuerwerk ging diese Weltmeisterschaft zu ende. Schön wars und wir beide sind froh hier gewesen zu sein.