Mammoth Lakes - Jamestown

Tag 14 - Freitag, 16. September 2016

Etwas früher als sonst wollten wir eigentlich unseren Tag starten. Im kleinen Frühstückraum mit grossem Kamin (hier ist im Winter wirklich was los) nahmen wir ein kleines Frühstück zu uns als wir plötzlich eine uns wohlbekannte Sprache hörten. Schweizer! Natürlich konnte André es nicht lassen das Ehepaar anzusprechen. Die beiden, die aus dem Aargau stammen, sind insgesammt 12 Wochen in den USA unterwegs und waren gestern im Yosemite National Park. So wie sie vom Park schwärmten freuten wir uns noch mehr darauf. Dafür gaben wir ihnen den Tip einen Abstecher nach Bodie zu machen, den sie dankbar annahmen.
Als wir dann schliesslich losfuhren war unser einzige Angst, dass wir uns auf eine längere Wartezeit einstellen müssen. Dem war aber nicht so und schon nach wenigen Minuten und $30.- Eintritt fuhren wir in den Park ein. Wieder empfing uns eine wunderbare Landschaft, die der von uns auf dieser Höhe nicht viel unterscheidet. (Ausser dass die Mittellinie in der Strasse gelb und nicht wie bei uns weiss ist!)
Wir nahmen auch den Weg zum Informations Center auf uns und wunderten uns nicht über die immer mehr werdenden Autos und Wanderer. André, der vor vielen Jahren schon einmal hier war, wusste, dass man einen der riesigen Wasserfälle von der Strasse aus sehen konnte. Doch da war kein Wasserfall! Wenn man aber genau hinsah erkannte man die Spuren, die das Wasser auf dem nackten Felsen hinterlassen hatte. Doch kein Wasser!
Wage konnte ich mich erinnern, dass ich noch vor unseren Ferien etwas gelesen hatte, dass Kalifornien seit 4 Jahren eine Dürre hätte. Kann dass sein, dass dann sogar so ein riesiger Wasserfall austrocknet? Scheint so....

Den Besuch beim Informations Center liessen wir dann auch aus, es gab ganz einfach keine Parkplätze und die Umleitung wegen einer Baustelle machte die ganze Sache auch nicht wirklich einfacher.

Wissenswertes über den Yosemite National Park

Der Yosemite National Park ist für seine grosse Anzahl von Wasserfällen bekannt.
Die Yosemite Falls gehören mit einer Gesamthöhe von 739 m zu den höchsten der Welt. Diese sind unterteilt in Upper Falls (435 m), Middle Cascades (206 m) und Lower Falls (98 m). Im Yosemite Valley befindet sich überdies auch der Wasserfall Ribbon Falls, dessen Fall 492 Meter in die Tiefe geht.
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Den Abstecher nach Mariposa war mein Wunsch. Da ich im Internet gelesen hatte, dass es hier ein Museum gibt, dass ein Kristalines Goldnugget (Fricot Nugget) von 6,25kg hat. Und der Abstecher hat sich gelohnt. Das kleine Museum hat sich dem Bergbau verschrieben der hier betrieben wurde. So konnte man viele verschiedene Mineralien die in dieser Gegend gefunden wurde bestaunen. Ein kleiner Bergbautunnel und viele Informationen über den Goldabbau waren hier aufgezeigt. Und natürlich das Goldnugget. Es war riesig! Leider durfte man im ganzen Museum keine Fotos machen, darum bleibt diese Erinnerung nur für uns.

Wissenswertes über Mariposa

Die Stadt Mariposa wurde als Minenarbeiterlager gegründet. Sie war der südlichste Teil der "gold chain" (der Goldkette) während des Goldrausches in Kalifornien.
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Unser Zielort führte uns Heute nach Jamestown. Aber erst mussten wir ca. 15 Meilen lang Kurven den Berg hinauf, hinunter, wieder hinauf und noch einmal hinunter fahren. Zum Glück sind wir geübt im Kurven fahren....

Auch in Jamestown gibt es ein Old Town, wo auch unser Hotel mit dem gleichen Namen war. Jamestown Hotel.
Ein Historisch anmutendes Gebäude von Aussen wie auch von Innen. Unser Zimmer - einfach Hammer. Gleich neben unserem Zimmer ist auch noch eine kleine Terasse (auf der sitze ich gerade in einem gemütlichen, alten und viel zu weichen Sessel und schreibe) bei angenehmen 25 Grad. Die Grillen zirpen, die Amerikanische Flagge weht leicht, gleich neben meinem Kopf im Sommerwind und unten hört man die Leute reden und lachen.
Im Hotel hatten wir auch unser Nachtessen. Wie immer viel zu viel aber sehr fein. So geht auch dieser Tag dem Ende zu und wir legen uns bald schlafen.